Ein Garten, der summt: Stauden als Insektenmagneten
Ein Garten, der vom Frühjahr bis in den Herbst hinein blüht, ist nicht nur schön anzusehen – er bietet auch wertvolle Nahrung für Bienen, Schmetterlinge und viele andere nützliche Insekten. Stauden sind dafür die idealen Partner.
Stauden sind mehrjährige, winterharte Pflanzen, die Jahr für Jahr zuverlässig wieder austreiben. Einmal gepflanzt, begleiten sie euch oft über viele Jahre hinweg. Viel Pflegeaufwand steckt auch nicht dahinter – bis auf Rückschnitt und Düngen ist nicht viel zu tun.
Mit einer guten Auswahl könnt ihr eine langanhaltende Blütenpracht gestalten, die vom Frühsommer bis in den Herbst reicht. Gerade in den späteren Monaten ist es wichtig, blühende Pflanzen einzuplanen, damit Insekten auch dann noch ausreichend Nahrung finden.
Die Blüten vieler Stauden produzieren Nektar – eine süße und duftende Energiequelle, die vor allem für Bienen unverzichtbar ist. Aus diesem Nektar entsteht im Bienenstock der Honig. Manche Pflanzen bieten besonders reichlich davon – ein echtes Plus für die Tierwelt.
Zu den bewährten Klassikern gehört die Schafgarbe. Sie ist robust, liebt sonnige Standorte und kommt gut mit durchlässigen Böden zurecht. Von Juni bis in den Herbst hinein zeigt sie ihre charakteristischen, flachen Blütenstände und wird dabei von zahlreichen Insekten besucht.
Ein echter Dauerblüher ist die Katzenminze. Mit ihrem leuchtenden Blau setzt sie besondere Akzente im Garten. Sie ist pflegeleicht, kommt mit Trockenheit zurecht und bevorzugt sonnige Plätze. Sie blüht besonders lange von Juni bis September. Nach einem Rückschnitt legt sie oft noch einmal nach und sorgt für eine zweite Blütenphase. Gleichzeitig ist sie ein beliebter Treffpunkt für Bienen, Schmetterlinge und Schwebfliegen.
Auch die Indianernessel bringt Leben in euren Garten. Mit ihren auffälligen Blüten und einer Wuchshöhe von bis zu 1,50 Metern ist sie ein echter Blickfang. Ab Juli bietet sie reichlich Nahrung – besonders Schmetterlinge fühlen sich von ihr angezogen. Im Vergleich zu anderen Stauden benötigt sie etwas mehr Wasser und Nährstoffe, dankt es euch aber mit einer üppigen Blüte.
Ein besonders pflegeleichter und zugleich wertvoller Bodendecker ist der Teppich-Thymian. Er wächst flach, bildet dichte Polster und verwandelt sonnige Flächen im Sommer in ein duftendes Blütenmeer. Die kleinen Blüten sind bei Bienen äußerst beliebt und bieten reichlich Nektar. Teppich-Thymian kommt mit wenig Wasser aus, liebt trockene, sonnige Standorte und eignet sich hervorragend für Wegeinfassungen, Steingärten oder als lebendige Alternative zum Rasen.
Ebenfalls ein Klassiker für insektenfreundliche Gärten ist Lavendel. Mit seinem intensiven Duft, den violetten Blüten und seiner langen Blütezeit zieht er Bienen und Schmetterlinge magisch an. Gleichzeitig ist er äußerst genügsam: Ein sonniger Platz und durchlässiger Boden reichen ihm völlig aus. Ein Rückschnitt nach der Blüte sorgt dafür, dass er kompakt bleibt und im nächsten Jahr wieder üppig austreibt.
Ein Staudenbeet anzulegen ist einfacher, als viele denken. Wenn ihr auf die Standortansprüche achtet, entsteht fast von selbst ein lebendiges, pflegeleichtes Gartenbild. So verbindet ihr eine natürliche Gestaltung mit nachhaltigem Nutzen – für euch und die Tierwelt.
Habt ihr Fragen zur Gestaltung eines insektenfreundlichen Staudenbeets? Wir beraten euch gern.