Lebensraum für wilde Tiere
Lebensraum für wilde Tiere
Wenn Vögel in den Bäumen zwitschern und Eichhörnchen durch den Garten hopsen, fühlen wir uns mit der Natur verbunden. Nur: Diese Momente werden seltener, weil es immer weniger dieser „wilden“ Tiere gibt. Vögeln, Eichhörnchen, Igeln und Fledermäusen mangelt es an Nahrung und Lebensräumen. Selbst auf dem Land finden sie immer weniger Nistmöglichkeiten, weil Dörfer zunehmend wie kleine Städte aussehen.
Das Problem ist riesig. Jedes Jahr gibt es etwa eine Million Vogel-Brutpaare weniger. Sie finden nicht genügend Futter. Denn Vögel ernähren ihre Jungen hauptsächlich mit Insekten. Doch die Zahl der Fluginsekten ist im letzten Vierteljahrhundert stark zurückgegangen. Sterben die Insekten, haben auch die Insektenfresser nichts mehr zu lachen. Aber Ihr könnt rund um Euer Haus und in Eurem Garten viel dafür tun, dass sich die heimischen Wildtiere wieder wohlfühlen.
Das darf in keinem Garten fehlen
Wasser
Nicht von ungefähr heißt es, dass Wasser die Quelle des Lebens ist. Jedes Lebewesen braucht es. Mit Wasser im Garten deckt Ihr ein Grundbedürfnis der Tiere, die Ihr anlocken möchtet. Viele Insekten nutzen es als Kinderstube, darunter Fliegen, Mücken und Libellen. Andere leben sogar dauerhaft darin. Ob Gartenteich oder einfache Wasserschale – mit einer Wasserstelle tut Ihr der heimischen Tierwelt etwas Gutes.
Futterhaus
Begeisterung löst ein Futterhaus in der Vogelwelt nur dann aus, wenn es gut platziert ist. Es sollte möglichst frei stehen, damit die Vögel ihre Umgebung während des Fressens gut im Auge behalten können. Wichtig ist außerdem, dass die Futterplattform bei einem Haus zum Aufstellen mindestens 1,50 Meter über dem Boden liegt. So haben die Vögel genügend Zeit zu fliehen, falls sich eine Katze nähert.
Direkt an einem Fenster ein Futterhäuschen oder Meisenknödel aufzuhängen, ist dagegen keine gute Idee. Da hat sich schon so mancher Flattermann das Köpfchen angeschlagen. In unserem Gartencenter findet Ihr eine große Auswahl an Vogel- und Wildtierfutter. Wir beraten Euch gerne!
Dichter Busch
Ein dichter Busch bietet vielen Tieren Schutz vor – sagen wir mal – unerwünschten Kontakten. Manche Vögel bauen dort ihr Nest und ziehen ihre Jungen groß, andere flitzen zwischen die Zweige, wenn sie Ruhe brauchen. Außerdem ist so ein Busch auch Lebensraum für kleine Krabbler, die wiederum gerne von Vögeln gefressen werden. Eine ganze Hecke bietet natürlich noch mehr Platz und Schutz für die heimische Tierwelt.
So viel Natur wie möglich
Lasst Euer wildes Herz schlagen! Lebt mit der Natur und kämpft nicht gegen sie! Im Klartext heißt das: Lasst auch mal das Laub liegen und das Unkraut wachsen. Es muss ja nicht überall sein, aber leicht verwilderte Ecken sind wertvolle Lebensräume. Nicht nur für Vögel und andere Tiere, die Ihr in Euren Garten locken möchtet, sondern auch für all die kleinen Lebewesen, die ihnen als Nahrung dienen.
Schon mit wenigen Veränderungen könnt Ihr Euren Garten in einen wertvollen Lebensraum für heimische Wildtiere verwandeln.