Pflanzen statt aufräumen – jetzt beginnt die zweite Gartensaison
Wenn jetzt im September die ersten Blätter fallen und die eine oder andere Sommerblume müde wird, denkst du vielleicht ans Aufräumen im eigenen Garten. Das solltest du aber auf gar keinen Fall tun, denn jetzt ist etwas ganz anderes angesagt: Pflanzen!
Im Frühherbst beginnt die allerbeste Pflanzzeit. Der Boden ist noch warm, die große Sommerhitze vorbei und neue Gehölze und Stauden haben beste Bedingungen zum Einwurzeln. Im kommenden Frühjahr starten sie dann mit einem Riesenvorsprung gegenüber den Pflanzen, die erst dann in den Boden kommen.
Ein weiterer Vorteil: Im frühen Herbst siehst du besonders gut, welche Gartenecken noch etwas kahl und langweilig wirken. Hier kannst du jetzt tätig werden und mit einigen Stauden, Gräsern und spannenden Gehölzen für einen neuen Look sorgen.
Ein wunderschönes Beispiel ist die Schneebeere (Symphoricarpos „White Hedge“). Ihr besonderer Schmuck sind zahlreiche weiße Beeren, die im Herbst an den Zweigen erscheinen und dem Strauch eine besonders edle Ausstrahlung verleihen. „White Hedge“ wächst dicht und buschig und eignet sich deshalb nicht nur als Einzelpflanze, sondern auch für lockere Hecken und Gehölzgruppen. Die Schneebeere ist unkompliziert und kommt mit sonnigen bis halbschattigen Standorten zurecht. Sie lässt sich gut mit Gräsern und spät blühenden Stauden kombinieren.
Ein weiterer Herbstschatz ist der Lorbeer-Schneeball (Viburnum tinus ‘Gwenllian’). Das immergrüne, dunkelgrüne Laub sorgt auch dann noch für Struktur, wenn viele andere Gehölze bereits kahl werden. Im Herbst bilden sich attraktive rosafarbene Blütenknospen, aus denen sich weiße bis zartrosa Blüten entwickeln. Diese erscheinen ab November bis in den April hinein. Damit bringt ‘Gwenllian’ gerade in der dunkleren Jahreszeit etwas Besonderes in den Garten. Am wohlsten fühlt sich der Lorbeer-Schneeball an einem warmen, geschützten Platz in Sonne oder Halbschatten.
Richtig lebendig wird ein Herbstbeet, wenn du solche Gehölze mit Gräsern und spät blühenden Stauden kombinierst. Hierfür bieten sich Lampenputzergras (Pennisetum) oder Rutenhirse (Panicum) an. Fetthenne (Sedum) und Herbstastern sorgen für späte Blüten und sind gleichzeitig wertvolle Nahrungsquellen für Insekten. Purpurglöckchen (Heuchera) setzen mit ihren farbigen Blättern Akzente und bleiben lange attraktiv.
Also: Starte im September in deinem Garten noch einmal richtig durch – wir beraten dich gerne!